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Beeindruckende Festveranstaltung

Quelle: Lücke
10 Jahre Projekt "Magdeburger Senioren und ausländische Studenten im Dialog"

Innerhalb der Seniorenvertretung Magdeburgs besteht seit 10 Jahren das Projekt "Magdeburger Senioren und ausländische Studenten im Dialog".

Im April 2002 hatte Frau Dr. Vogler (im Bild Mitte) im Rahmen des Programms "Studieren ab 50" die Idee, gemeinsam mit ausländischen Studenten etwas zu unternehmen. So entstand diese Projektgruppe. Ziel war es, dass ausländische Studenten durch persönliche Kontakte ihre Wahlheimatstadt schneller kennen lernen, ihre Kenntnisse in der deutschen Sprache verbessern und Kulturen und Traditionen gegenseitig besser verstehen lernen. Dazu wurde eine enge Zusammenarbeit mit den Akademischen Auslandsämtern der Otto - von -Guericke -Universität und der Fachhochschule Magdeburg - Stendal vereinbart. Jeweils zu Semesterbeginn werden bei einem Stadtrundgang die ersten Kontakte zwischen Studenten und dem "Dialog" geknüpft. Was 2002 mit 11 Gastfamilien und 25 Studenten begann, hat heute einen Stand von 110 Gastfamilien und 235 Studierenden erreicht. Grund genug, um die 10 Jahre ehrenamtlicher Arbeit feierlich zu begehen. So fand am 19. April unter Schirmherrschaft des OB Dr. Lutz Trümper in der Ratsdiele des alten Rathauses diese Würdigung statt.

In seinem Grußwort fasste der OB die ehrenamtlichen Leistungen treffend zusammen."Die Idee: Senioren stehen ausländischen Studenten bei Problemen mit Rat und Tat zur Seite. Sie helfen, wenn die schwierige deutsche Grammatik nicht so recht in den Kopf will, sie zeigen die schönsten Seiten der Landeshauptstadt, sie trösten bei Heimweh und Lernstress oder geben Tipps für die Freizeitgestaltung. Im Gegenzug profitieren die Senioren auch selbst von ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Sie lernen fremde Länder, Kulturen und Sprachen kennen und knüpfen Kontakte zu Menschen aus aller Welt. Viele Studenten entwickeln während ihrer Zeit in Magdeburg eine enge Bindung zu ihren Patenfamilien, die oftmals auch nach der Rückkehr in die jeweiligen Heimatländer erhalten bleibt. Auch der positive Eindruck von einer Stadt, in der man ausländische Gäste mit Herzlichkeit und Respekt empfängt, bleibt den jungen Menschen in Erinnerung. Es ist ein bedeutendes Signal für ein tolerantes und offenes Magdeburg. Mittlerweile ist das Magdeburger Projekt sogar über die Stadtgrenzen hinaus Synonym für gelebtes bürgerschaftliches Engagement im Dialog der Kulturen. Es wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt am 30.Juni 2011 im Rahmen des 3. Generali Zukunftssymposiums in Köln."

Dieser Festakt im Rathaus beinhaltete nicht nur Bilanz über Geleistetes, Gruß- und Dankesworte und einen Ausblick in die Zukunft, sondern auch eine beeindruckende künstlerische Umrahmung. Chinesen boten Tanz- und Musikeinlagen dar und eine bulgarische Trachtengruppe stellte uns Tänze ihrer Heimat vor.

Der Höhepunkt  der Veranstaltung war erreicht, als Videobotschaften ehemaliger Studenten eingeblendet wurden. Sie bedankten sich nochmals und wünschten dem "Dialog" für die weitere Arbeit viel Erfolg. Dabei erwähnte eine ehemalige Studentin, dass ihre enge Verbundenheit zu Magdeburg, ja auch zu Deutschland in dem Augenblick erreicht war, als sie das erste mal auf deutsch geträumt hat.

Dieter Findeklee

ehrenamtliche Redaktion





geschrieben / geändert am : 26.05.2012